Nummer EINS:
König der Hit­pa­rade ist Jean Löring. Unver­gessen feu­erte er Coach Toni Schu­ma­cher in der Halb­zeit­pause eines Zweit­li­ga­kicks. An sich schon nicht gen­tleman-like, war die Wort­wahl des Raus­schmisses auch nicht aus der Chef­etage: ​Du hast hier nichts mehr zu sagen, Du Wichser!“ Doch Löring wäre nicht Jean, hätte er sich nicht zu recht­fer­tigen gewusst: ​Ich als Verein musste ja reagieren!“ Und For­tuna Köln strebte weiter, der Sonne ent­gegen…

Nummer ZWEI:
Eine hohe Chart­plat­zie­rung hat sich auch Hans- Jürgen Otto, ehe­ma­liger Prä­si­dent von Dynamo Dresden, durch die ihm eigene Dynamik ver­dient. Auf die an sich unschul­dige Frage eines Kol­legen von Spie­gelTV, ob er Geld in die Schweiz über­wiesen habe, reagierte Otto äußert unge­halten – was so eine doofe Frage solle, wollte Otto wissen. Und über­haupt: ​Sie Dreck­schwein! Sind Sie im Kopf nicht normal? Ich hau Ihnen auf die Fresse, mehr sind Sie nicht wert! So was hab ich ja noch nicht erlebt!“ Wir auch nicht…

Nummer DREI:
Die ganz Großen zeichnen sich durch Kon­stanz aus – und der oberste Boss hält sich mühelos in allen Charts. Schließ­lich hat Ger­hard Mayer- Vor­felder eine ganz eigene Erklä­rung für die Tat­sache, dass Carsten Ramelow nach wie vor für Deutsch­land auf­läuft: ​Hätten wir 1918 nicht unsere Kolo­nien ver­loren, hätten wir in der Natio­nal­mann­schaft heute wahr­schein­lich auch nur Spieler aus Deutsch- Süd­west!“

Nummer VIER:
Es gab eine Zeit, da musste der Herr­scher von Nürn­berg einen Neben­buhler dulden. Noch heute senken wir beschämt den Blick, wenn wir an das Zitat von Edgar Geenen denken – schließ­lich waren die Spieler weder Dreck, Müll noch Abschaum und Lepra hatte auch nie­mand. Geenen ver­ließ später den Club, so dass Herr Roth nun wieder für alles zuständig ist. Vor allem für das Niveau.

Nummer FÜNF:
Nach so viel mensch­li­cher Kälte und übelsten Dif­fa­mie­rungen blüht am unteren Ende der Charts ein kleines Pflänz­chen, das uns Hoff­nung schenkt: Son­nen­könig Günter Eich­berg hatte am Tag der Beer­di­gung von Legende Kuz­orra anderes zu tun. Aufs Foto wollte er aber doch. Gesagt, getan – und so fand sich die Trau­er­ge­meinde ein paar Tage später zum Remake der Bestat­tung wieder auf dem Friedhof ein. Der Foto­graf war auch da, und Eich­berg kam aufs Bild. Schalke, Du hast es besser…