Bayer Lever­kusen sieht sich in Gruppe A starker Kon­kur­renz gegen­über. Der Werks­klub trifft auf Eng­lands Rekord­meister Man­chester United, den ukrai­ni­schen Titel­träger Schachtjor Donezk und Real Sociedad San Sebas­tian, das sich den Weg in die Grup­pen­phase gegen Olym­pique Lyon über­ra­schend sicher gebahnt hatte. ​Schlimmer hätte es nicht kommen können“, so Bayer-Sport­di­rektor Rudi Völler, ​wir werden mit allem Mut und unseren Mit­teln alles dafür tun, dass wir eine gute Figur abgeben und ver­su­chen, wei­ter­zu­kommen.“ Lever­ku­sens Kapitän Simon Rolfes stieß ins gleiche Horn: ​United ist eine Top-Adresse in Europa. San Sebas­tian schätze ich sehr stark ein und Donezk schaut als klare Nummer eins in der Ukraine eigent­lich nur noch nach Europa.“

Real Madrid geht als ein­ziges Team, das nicht Meister wurde, in die Gruppe B. Die Zuge­losten Juventus Turin, Gala­ta­saray Istanbul und FC Kopen­hagen (mit dem neuen alten Trainer Stale Sol­bakken) beschrieb Reals Bra­si­lianer Mar­celo als ​stark“. Die Kon­kur­renz sei aber kein Pro­blem, denn Real sei ​mit jedem Gegner zufrieden“ und denke zual­ler­erst daran ​Punkte zu gewinnen, um die Gruppe als Erster zu beenden“. Juventus Turins Trainer Antonio Conte lenkte den Fokus bei aller Wert­schät­zung für die ​fas­zi­nie­renden Auf­gaben“ Real und Gala­ta­saray auf den FC Kopen­hagen, da man bereits in der ver­gan­genen Saison ​unan­ge­nehme Erfah­rungen mit dem däni­schen Fuß­ball (Nordsjael­land, d. Red.) gemacht habe“.

Die Kon­stel­la­tion der Gruppe C mit Ben­fica Lis­sabon, Paris St. Ger­main, Olym­piakos Piräus und dem RSC Ander­lecht beti­telte PSG-Mäzen Nasser Al-Khe­laïfi als ​gut, aber nicht ein­fach“. Alle drei Kon­tra­henten seien ​stolze Teams mit Cham­pions-League-His­torie“. Obwohl die Gruppe eine ​aus­ge­gli­chene“ sein, schob Olym­piakos-Trainer Míchel den Por­tu­giesen von Ben­fica die Favo­ri­ten­rolle zu und freute sich zunächst, mit seinem Team über­haupt an der Liga der 32 ver­meint­lich besten Teams teil­nehmen zu dürfen. Piräus-Prä­si­dent Vag­gelis Mari­nakis gab als Ziel das Ach­tel­fi­nale aus.

Der FC Bayern hat eine ​mach­bare Gruppe“ erwischt, das musste auch Franz Becken­bauer zugeben. Der Titel­ver­tei­diger bekommt es in der Gruppe D mit ZSKA Moskau, Man­chester City und Vik­toria Pilsen zu tun. ​Man muss von Anfang an kon­zen­triert sein. Das wird kein Selbst­läufer, auch nicht für Bayern Mün­chen“, so Vor­stands­boss Karl-Heinz Rum­me­nigge, ​vor allem Man­chester wird ver­su­chen, es gegen deut­sche Mann­schaften besser zu machen als in den ver­gan­genen beiden Jahren.“ Natür­lich sei das Ziel aber, das Errei­chen des Ach­tel­fi­nales. Bas­tian Schwein­steiger dazu wesent­lich lako­nisch: ​Nicht ein­fach. Pack mas!“

Nachdem sich Schalke in der Qua­li­fi­ka­tion gegen PAOK Salo­niki durch­ge­würgt hatte, treffen die ​Knappen“ nun in der Gruppe E auf Chelsea, Basel und Buka­rest. Sport­di­rektor Horst Heldt: ​Die Aus­gangs­lage ist klar: Chelsea ist der Top­fa­vorit, die anderen drei Teams kämpfen um den zweiten Platz. Wenn wir in allen sechs Spielen unsere Leis­tung abrufen, ist der Sprung ins Ach­tel­fi­nale drin.“ Wäh­rend Kapitän Bene­dikt Höwedes sich vor allem auf das Wie­der­sehen mit André Schürrle freute, prahlte Klaas-Jan Hun­telaar, er habe ​noch nie gegen Chelsea und Basel ver­loren“. Um anschlie­ßend fest­zu­stellen, dass er auch noch nie diese Teams gespielt hat.

Wie im Vor­jahr war For­tuna Borussia Dort­mund bei der Aus­lo­sung nicht unbe­dingt wohl­ge­sonnen: Die West­falen treffen in der Gruppe F auf den FC Arsenal und Olym­pique Mar­seille, bei denen man Revanche für das Aus im Jahr 2011 nehmen kann, sowie den SSC Neapel. ​Ich hätte mir gewünscht, dass mein ehe­ma­liger Mit­spieler Paulo Sousa besser mischt, denn Neapel ist der Klub aus Topf vier, den man nicht unbe­dingt dabei haben muss“, sagte Dort­munds Sport­di­rektor Michael Zorc. Und tat­säch­lich hat Neapel die BVB-Gruppe scharf gemacht. ​Napoli ist ein Kra­cher“, jauchzte Geschäfts­führer Hans-Joa­chim Watzke. ​Dort war ich noch nicht, freue mich aber jetzt schon auf die Atmo­sphäre. Das wird sehr span­nend“, so Trainer Jürgen Klopp.

Die Plätze der Gruppe G machen der FC Porto, Atle­tico Madrid, Zenit St. Peters­burg und die Wiener Aus­tria unter sich aus. ​Wir haben eine große Euphorie bei uns. Diese sechs Spiele sind ein Pri­vileg“, sagte Genießer und Aus­tria-Coach Nenad Bje­lica, der Atle­ticos Trainer Diego Simeone noch selbst auf dem Rasen begegnet war. ​Alle drei Gegner sind sehr, sehr stark“, schob Bje­lica hin­terher. Das hätte er als Trainer des (neben Pilsen) aus­ge­spro­chenen Under­dogs aller­dings nach jeder Los­kon­stel­la­tion in die Notiz­blöcke dik­tiert.

Schnapp­at­mung bei der Bekannt­gabe der Gruppe H: Bar­ce­lona, Milan, Ajax und Celtic. ​Lauter tolle 90er-Teams“, säu­selten wir und waren uns in diesem Punkt zumin­dest mit Milans Vize­prä­si­dent Umberto Gan­dini einig. Der lobte die ​alt­be­kannte Gruppe“ für ihre ​pres­ti­ge­rei­chen Mann­schafen, tollen Sta­dien und viel His­torie“. Cel­tics Trainer Neil Lennon befand die Aus­lo­sung unschlüssig als ​beste und gleich­zeitig schlech­teste“.