Neujahrsvorsätze sind so ein Thema für sich, die (fast nie erfolgende) Umsetzung sowieso. Genau wie irritierende Rituale an Silvester, beispielsweise Bleigießen, oder „Dinner for one“ zum drölften Mal gucken und immer noch dabei lachen, oder kurz nach Mitternacht sein Handy rausholen und jedem Kontakt als Sprachnachricht durch das verfluste Mikro ein „Frodneu“ wünschen. Welche Rituale Karim Adeyemi vor sieben Wochen angewendet hat, wissen wir nicht. Doch es scheint funktioniert zu haben, oder wie er selbst sagt: „Neues Jahr, neues Glück!“
121 Millionen – na und?
Grinsend präsentierte er nach dem 1:0‑Heimsieg gegen den FC Chelsea einem Reporter nach dem anderen diese Neujahrsweisheit als Erklärung für seine Leistungsexplosion im Jahr 2023. Die sich übrigens auf den ganzen BVB übertragen lässt, der plötzlich nur noch gewinnen kann. Die Leistungsträger haben sich dabei verschoben: Mats Hummels und Marco Reus kommen kaum zum Einsatz. Dafür liefern Emre Can, Julian Brandt, und eben Karim Adeyemi. Das sollte spätestens nach seinem „Du kostet 121 Millionen – na und?“-Solo beim 1:0‑Sieg im Champions-League-Achtelfinalhinspiel gegen den FC Chelsea aufgefallen sein, bei dem er Weltmeister Enzo Fernández mit seiner puren Geschwindigkeit ganz alt aussehen ließ.
Adeyemi l\u00e4uft los, wer will was machen? #DAZNmoment<\/a> #UCL<\/a> #BVBCHE<\/a> pic.twitter.com\/xwtHMq2SCW<\/a><\/p>— DAZN DE (@DAZN_DE) February 15, 2023<\/a><\/blockquote>