Eren Dinkçi
Wenn wir bisher etwas Positives über Heidenheim sagen wollten, mussten wir entweder Frank Schmidt für seine gute Arbeit loben, nostalgisch von Marc Schnatterer schwärmen oder darauf verweisen, dass der Verein immerhin 1. FC Heidenheim und nicht 1. FC Fundamentalchristenheim oder 1. FC Radikalislamistenheim heißt. Seit gestern können wir auch Eren Dinkçi loben, der mal eben seinen Stammverein Werder Bremen mit zwei sehenswerten Toren wieder zurück in den Norden schickte. Oder wie die Jugendlichen sagen: Erenmann.
Jan-Niklas Beste
Wenn wir bisher etwas positives über Heidenheim sagen wollten, mussten wir entweder Frank Schmidt für seine gute Arbeit loben, nostalgisch von Marc Schnatterer schwärmen oder miese Wortspiele über Supertalent Eren Dinkci bemühen. Seit gestern können wir auch über Jan-Niklas Beste jubeln, der mal eben seinen Ex-Verein Werder Bremen mit einem wunderschönen Schuss und einer Vorlage wieder zurück in den Norden schickte. Oder wie die Jugendlichen sagen: Beste!
Andreas Rettig
Wer es schafft, an seinem ersten Wochenende im Job das Team Rocket des deutschen Fußballs, also Karl-Heinz Rummenigge und Oliver Mintzlaff, auf einen Schlag aus der Firma zu drängen, der gehört natürlich auch in die 11 des Spieltags. Wenn es Andreas Rettig jetzt noch gelingt, Mauzi äh Aki Watzke loszuwerden, bauen wir ihm ein Denkmal. Das war doch mal ein vielversprechender Start! Oder wie der neue Geschäftsführer Sport des DFB vermutlich mantraartig morgens vorm Badezimmer-Spiegel wiederholt: „Den DFB? Den Rettig!“
Serhou Guirassy
Die bisherige Saison von Serhou Guirassy: Tor und Vorlage im Pokal gegen Balingen, Doppelpack gegen Bochum, Tor in Leipzig, Doppelpack gegen Freiburg, Dreierpack in Mainz, ein Punkt hinter Tabellenführer Leverkusen, doppelt so viele Bundesliga-Hütten wie Harry Kane. Das letzte Mal, als jemand so kompromisslos rasiert hat, musste danach irgendein armes Schwein in der Schweiz wochenlang mit Edgar Cut samt Low Taper Fade rumlaufen.
Mats Hummels
Wir stellen uns den Alltag eines Alphamannes wie Mats Hummels ungefähr so vor: aufstehen, an Rom denken, die ersten über Nacht neu reingekommenen 10.000 Insta-Nachrichten im Postfach sondieren, noch mal an Rom denken, irgendeinen Ekel-Shake mit rohen Eiern trinken, aufs Konto gucken und wissend lächeln, eine Business-Coach-YouTube-Werbung für ein Abzocke-Schneeballsystem aufnehmen, Löcher in die 50.000-Euro-Jeans schneiden, die nächste 10k-Tranche Insta-Nachrichten überfliegen, noch ein drittes Mal an Rom denken, zufrieden einschlafen. Dass zu diesem Alltag auch Doppelpacks in Freiburg gehören, hatten wir nicht auf dem Zettel. Aber wir sind ja auch keine Alphamänner und denken in Zusammenhang mit Rom beispielsweise eher an die zwei Kurzeinsätze von Moritz Leitner bei Lazio als an die Schildkrötenformation oder den Limes. Aber mal was anderes: Kennt sich jemand hier mit den technischen Feinheiten des Instagram-Postfachs aus? Bei uns gibt es da nämlich ganz offenbar eine Art Bug, schon seit Monaten kommen keine Nachrichten durch, das müssen wir jetzt endlich mal regeln.
Jonas Wind
Um als Wolfsburg-Spieler aufzufallen, muss man entweder den FC Schalke verlassen, obwohl man mit Stolz und Leidenschaft bis 2018 bleiben wollte oder Max Kruse heißen. Oder so oft ins Tor treffen, dass selbst verbohrte Fußballromantiker wie diese Muffel von 11FREUNDE einen nicht mehr ignorieren können. Genau das macht Jonas Wind aktuell, mittlerweile steht er bei fünf Tore in nur vier Spielen. Man könnte sagen: Der dänische Stürmer ist derzeit kein Wind von Traurigkeit!