Es ist das nächste Kapitel einer schier unwirklichen Geschichte. Los ging sie so: Am 4. November soll Aminata Diallo, Mittelfeldspielerin von Paris Saint-Germain, ihre Mitspielerin Kheira Hamraoui nach einem Teamabendessen in einen Hinterhalt gelockt haben. Als sie zusammen im Auto nach Hause fuhren, stoppten maskierte Männer den Wagen und verprügelten Hamraoui mit Eisenstangen, während Diallo unversehrt blieb. Letztere wollte ihrer Mitspielerin schaden, um die eigenen Chancen auf einen Stammplatz im Mittelfeld zu verbessern, so die erste Theorie. Doch die ist nun ein Fall für den Häcksler. Denn: Die ganze Nummer wurde während der letzten Tage noch verrückter.
Nachdem Aminata Diallo in Folge der Anschuldigungen von der Polizei von Versailles in Untersuchungshaft genommen wurde, erhärtete sich der Verdacht nicht, dass sie das Gewaltvergehen initiiert haben könnte. Mittlerweile ist sie wieder auf freiem Fuß, nach 36 Stunden in Polizeigewahrsam. Ihr Anwalt Mourad Battikh schrieb in einem Statement, das auf Diallos Instagram-Seite veröffentlicht wurde, von einer „vollkommen künstlichen Andeutung einer Rivalität zwischen ihr und Kheira Hamraoui.“ Keineswegs würde diese Herleitung die Beziehung der beiden Spielerinnen wahrheitsgemäß abdecken. Die Beziehung zwischen den Spielerinnen sei eigentlich eine ganz andere. Vor dem Vorfall galten Hamraoui und Diallo noch als gute Freundinnen. In einem TV-Auftritt bezeichnete Battikh die Anschuldigungen und den Vorgang als „ehrenrührig, skandalös und inkohärent.“ Diallo hätten die letzten Tage dabei psychisch sehr belastet. Stattdessen geht die Polizei nun einer Spur nach, die nach Barcelona führt. Zu Eric Abidal.
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